Finanzielle Gesundheit – 3 biblische Geheimnisse | Germany
Finanzielle Gesundheit – 3 biblische Geheimnisse

Finanzielle Gesundheit – 3 biblische Geheimnisse

31 March 2017

Wenn ich dich fragen würde, mit welchen Themen du täglich konfrontiert bist, dann werden wir irgendwann auf das Thema Finanzen stoßen. Jeder von uns muss fast täglich Entscheidungen treffen, die sich auf unseren Kontostand auswirken: Soll ich den Job annehmen? Wieviel sollte mich das Geschenk zum Geburtstag meines Freundes kosten? Ab wann sollte ich mir Gedanken über meine Altersvorsorge machen? Wieviel sollte ich Spenden? Oder soll ich alles sparen?

Da Gott der Schöpfer der Erde und der Menschheit ist, kann Er uns auch die besten Tipps für ein gesundes und gutes Leben auf dieser Erde geben. Dafür hat er uns die Bibel, als ein wertvolles Handbuch hinterlassen und beschreibt in 2350 Versen, wie wir gesund mit den uns anvertrauten Finanzen umgehen können.

In diesem Blog geht es einzig und allein darum, dass du ein Leben in Fülle leben kannst. Gott hat so viel Gutes für dich und möchte, dass du in allen Bereichen deines Lebens Gesundheit erleben kannst. Denn Jesus kam aus diesem Grund auf die Erde: „Ich aber bin gekommen, um ihnen Leben zu bringen – Leben in ganzer Fülle“ (Johannes 10:10 NGÜ)

Also lass uns gemeinsam herausfinden was die Grundlagen für gesunde Finanzen sind!

1. Ich bin nur Verwalter

Wir alle wissen, dass wir ohne Besitztümer, Geld oder Reichtum geboren wurden und dass wir alle nach unserm Tod nichts mit in die Ewigkeit nehmen werden.
In Psalm 24 1: steht: „Sein ist die Erde und was sie erfüllt, die Welt und ihre Bewohner.“ (NBH) Gott gehört alles!

Trotzdem hat Gott uns Finanzen, Menschen, Gaben, Talente und die gesamte Erde mit allem was dazu gehört anvertraut und uns die Fähigkeit gegeben Reichtümer zu schaffen (siehe 5. Mose 8:17-18 NBH).

Gottes Herz ist es, dass alles was wir besitzen zu unserem besten dient und wir gute Verwalter sind von allem, was Gott uns anvertraut hat.
„Und Gott segnete sie: “Seid fruchtbar und vermehrt euch! Füllt die Erde und macht sie euch untertan! Herrscht über die Fische im Meer, über die Vögel am Himmel und über alle Tiere, die auf der Erde leben!” (1. Mose 1:28 NBH)
Ein Verwalter zu sein bedeutet also den Besitz von jemand anderem zu verwalten.

Deshalb erübrigt sich auch die Frage, wofür soll ich „mein“ Geld ausgeben, spenden, investieren und sparen?
Sondern die Frage ist eher: Was möchte Gott, dass ich mit seinen mir anvertrauten Finanzen wirklich tue?

2. Mein Herz ist entscheidend

Was wir mit unserem Geld tun wird maßgeblich von unserer Herzenshaltung bestimmt. Um herauszufinden, was dir wirklich wichtig ist, brauchst du dir nur deine Kontoauszüge der letzten 3 Monate anzuschauen.
Was du mit deinem Geld tatsächlich tust, sagt mehr über deine Prioritäten aus als das was du über deine Prioritäten sagst.

Jesus hat dieses Thema im Tempel mit seinen Jüngern adressiert.
„Jesus setzte sich in die Nähe des Opferkastens und sah zu, wie die Leute Geld hineinwarfen. Viele Reiche gaben große Summen. Doch dann kam eine arme Witwe und warf zwei kleine Kupfermünzen hinein (das entspricht ´etwa` einem Groschen).
Da rief Jesus seine Jünger zu sich und sagte: »Ich versichere euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten gelegt als alle anderen. Sie alle haben von ihrem Überfluss gegeben; diese Frau aber, so arm sie ist, hat alles gegeben, was sie besaß – alles, was sie zum Leben nötig hatte.« (Markus 12:41-44 NBH)
Die Taten der Reichen und der Witwe haben klar gezeigt, woran ihr Herz hing.

Pastor Freimut hat uns zu Beginn des Jahres in seiner Predigt „Meine Finanzen“ dazu folgende Frage gestellt, mit der du deine Herzenshaltung gegenüber Geld checken kannst: „Hast du Geld oder hat das Geld dich?“

3. Meine Priorität

16 von 38 Gleichnissen beinhalten Hinweise auf den Umgang mit Geld. Jesus hat uns diese Frage also mehrmals beantwortet. Im Gleichnis des „guten Samariter“ sagt Er folgendes:
„Daraufhin erzählte Jesus folgende Geschichte: »Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinunter. Unterwegs wurde er von Wegelagerern überfallen. Sie plünderten ihn bis aufs Hemd aus, schlugen ihn zusammen und ließen ihn halbtot liegen; dann machten sie sich davon. Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab. Er sah den Mann liegen, machte einen Bogen um ihn und ging weiter. Genauso verhielt sich ein Levit, der dort vorbeikam und den Mann liegen sah; auch er machte einen Bogen um ihn und ging weiter. Schließlich kam ein Reisender aus Samarien dort vorbei. Als er den Mann sah, hatte er Mitleid mit ihm. Er ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann setzte er ihn auf sein eigenes Reittier, brachte ihn in ein Gasthaus und versorgte ihn mit allem Nötigen. Am nächsten Morgen nahm er zwei Denare aus seinem Beutel und gab sie dem Wirt. ›Sorge für ihn!‹, sagte er. ›Und sollte das Geld nicht ausreichen, werde ich dir den Rest bezahlen, wenn ich auf der Rückreise hier vorbeikomme.‹«
»Was meinst du?«, fragte Jesus den Gesetzeslehrer. »Wer von den dreien hat an dem, der den Wegelagerern in die Hände fiel, als Mitmensch gehandelt?«
Er antwortete: »Der, der Erbarmen mit ihm hatte und ihm geholfen hat.« Da sagte Jesus zu ihm: »Dann geh und mach es ebenso!«“ (Lukas 10:30-27 NGÜ)

Der Samaritaner hatte folgende 3 Eigenschaften:
1. Er hat verstanden, dass sein Geld nicht ihm gehört, sondern Gott
2. Sein Herz hing nicht an dem Vermögen
3. Er hat Menschen geliebt und deshalb das Geld eingesetzt um jemand anderem zu helfen.

Jesus hat in folgenden beiden Versen zusammengefasst was sein Herz für unser Leben ist: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe, mit deinem ganzen Verstand und mit aller deiner Kraft! An zweiter Stelle steht das Gebot: ›Liebe deine Mitmenschen wie dich selbst! Kein Gebot ist wichtiger als diese beiden.« (Markus 12:30-31 NGÜ)
Dabei ist es Gottes Herz in Fülle zu leben, was nicht heißt, dass wir alles an Gott und Menschen weggeben sollten. Sondern, um treue Verwalter zu sein, ermutigt uns Gott das Beste mit dem zu tun was in unseren Händen liegt.

Pastor Brian hat mal gesagt: „Du wirst nie an zweiter Stelle sein, wenn du Gott an die erste Stelle setzt!“ Jesus hat uns sogar versprochen: „Es soll euch zuerst um Gottes Reich und Gottes Gerechtigkeit gehen, dann wird euch das Übrige alles dazugegeben.“ (Matthäus 6:33 NGÜ)

Es bleibt also die Frage: Wie setzt du all das, was dir anvertraut wurde für Gottes Reich ein, um auszudrücken, dass du Menschen liebst und Gott liebst?

 

Da ich sicherlich nicht alle deine Fragen beantwortet habe, findest du hier eine Übersicht aller 2350 Verse nach Themen sortiert – am besten schaust du selbst ins Handbuch und fragst Gott was dein nächster Schritt ist für deine finanzielle Gesundheit!

Weitere Ressourcen, die mir geholfen haben zu verstehen, was Gottes Herz ist in Bezug zum Umgang mit Finanzen ist, findest du hier:
1. Pastor Freimuts Predigt zum Thema „Meine Finanzen“ – im Hillsong Germany Podcast von Januar 2017
2. “The Blessed Life” von Robert Morris
3. “Gods economic Engine” von Scott Wilson
4. “Biblical Finance: Reflections on Money, Wealth and Possessions” von Mark Lloydbottom
5. “True Riches” von Jeff Lestz
6. “7 Stufen zu außergewöhnlichem Umgang mit Deinen Finanzen“ – Dieter DC Conrad